Das sechste Aktionswochende am 30. und 31. Mai 2009
Am Samstag und Sonntag, den 30. und 31. Mai 2009 fand im FEZ-Berlin das sechste und letzte Aktionswochenende des Familien-Europa-Parcours statt. Hier findet Ihr:
Bericht
Bonjour, dzien dobry und tere hommikust
Dzien Dobry. Mirco Dragowski hat sich für seinen Besuch des Familien-Europa-Parcours den besten Tag ausgesucht. Heute ist internationaler Kindertag und das FEZ platzt aus allen Nähten. Das merkt man auch bei den Europaspielen. An allen Stationen haben sich Trauben von Kindern gebildet. Mirco Dragowski muß sich praktisch zu den Informationstafeln durchkämpfen. Besonders interessieren ihn die Tafeln zu den Kinder- und Familienrechten, nicht nur am heutigen Tag, wie er betont. Wenn der europapolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus ein Thema auswählen könnte, das in den kommenden fünf Jahren im Zentrum der europäischen Politik stehen müsste, dann wäre das für ihn Bildung und Sprachen. Nicht, dass wir alle jetzt Polnisch lernen sollen (Dzien Dobry heißt nämlich Guten morgen auf Polnisch), aber es wäre wichtig, wenn es bereits in der Grundschule mehr Möglichkeiten und mehr Angebote im Bereich Fremdsprachen gäbe, z.B. in Französisch, Spanisch und warum nicht auch in Polnisch. Zwar gibt es zahlreiche Angebote, aber die Nachfrage der Schüler ist deutlich höher als das schulische Angebot. Außerdem sollten wir nach Meinung von Herrn Dragowski Europa besser nutzen und von den Erfahrungen unserer Nachbarländer besser profitieren. Denn auch bei unseren Partnerländern in der EU läuft in der Bildungspolitik vieles gut und manches sogar besser als bei uns.
Dass die Europäische Grundrechtecharta spezielle Kinderrechte festschreibt findet er gut, da seit man in Europa weiter als in Deutschland. Und auch die Jugendpolitik in Europa findet er ganz klasse. Dass es EU Programme gibt, um Jugendlichen beizubringen, sich auf lokaler Ebene in die Politik einzumischen, sei viel zu wenig bekannt und auch in Berlin gäbe es da Nachholbedarf. So gäbe es zwar auf Bezirksebene Jugendparlamente, aber schöne wäre es, wenn es gelänge, ein echtes Berliner Jugendparlament zu etablieren. Hier hört man deutlich den Landespolitiker heraus, der versucht, Europa und Berlin zusammenzubringen. Hier gibt es offenbar auch im Abgeordnetenhaus noch eine Menge Handlungsbedarf. Wir drücken dafür die Daumen und sagen vielen Dank für das Gespräch und Czesc Mirco Dragowski.
Und bonjour Michael Cramer. Wer sich die Plakate, die von dem Grüner Europaabgeordneten überall in Berlin aufgehängt sind, näher betrachtet, kommt erst einmal ins Grübeln. „Unser Zugfährt für Europa“ heißt es dort. Schreibfehler oder Wortspiel? „Ein Wortspiel mit mehreren Ebenen“ klärt Herr Cramer auf. „Eigentlich müsste es ja Zugpferd heißen, aber es könnte auch nur ein Leerzeichen zwischen Zug und fährt fehlen.“ Und wenn man Herrn Cramer dann auch noch nach seinen politischen Überzeugungen fragt, dann stellt man fest, dass ihm das Thema Schienenverkehr eine echte Herzensangelegenheit ist. Davon konnten sich am Pfingstsonntag auch die FEZ-Besucher überzeugen. Eigentlich sollte Herr Cramer ja nur aus der großen Lostrommel die Tagesgewinner und den Hauptgewinn unseres Europa-Quizspiels ziehen. Aber er ließ es sich nicht nehmen, seine politische Botschaft „Vorfahrt für die Bahn in Europa“ unter das FEZ-Volk zu bringen. Denn nur so sei auch der Klimawandel erfolgreich zu bekämpfen. Gegenüber den Kinderreportern von Radijojo hat Michael Cramer auch noch mit ein paar schönen Anekdoten die Problematik des Themas Zugverkehr erläutert. So habe er vor einigen Jahren einmal eine Zugreise von Berlin nach Vilnius in Estland unternommen und für die 1.800 km 60 Stunden benötigt, ein Schnitt von 30 km/h. Inzwischen habe es zum Glück mit finanzieller und politischer Unterstützung aus Brüssel leichte Verbesserungen geben, so dass der Schnitt heute bei rund 50 km/h liege. In den 30er Jahren des 20. Jahrhundert sei man aber mit der Dampflok auf der Stecke mit über 60 km/h im Schnitt unterwegs gewesen. Kaum zu glauben aber wahr. Hier gibt es offenbar noch viel zu tun und Potential nach oben. Dass Herr Cramer mit gutem Beispiel vorangeht, davon konnten sich auch alle überzeugen, denn tatsächlich stand sein Drahtesel bereit, auf den er sich schwang um in Richtung S-Bahn zu düsen. Na dann, weiterhin viele Erfolg Herr Cramer und tere hommikust (Guten Tag auf Estnisch)hoch
Bilder
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Podcast vom Familien-Europa-Parcours bei Radijojo
Radijojo hat am sechsten und letzten Aktionswochenendes einen weiteren Podcast produziert. Das Interview wurde am Sonntag mit Michael Cramer, einem Abgeordneten des Europaparlamentes von Bundnis 90/Die Grünen aufgenommen. Hier könnt Ihr sie downloaden oder direkt abspielen:
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Einige Bilder über die Entstehung:
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